| Vor
dem Hund
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Intro
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Einleitung
| "Du
bist zeitlebens für das verantwortlich, was du dir vertraut gemacht
hast." Antoine de
Saint-Exupèry

Wenn sie die Absicht hegen, einen Hund zu
adoptieren (man kauft ein Tier nicht einfach so), machen sie sich bitte
vorher schlau. Sie treffen eine Entscheidung für eine lange Zeit. Und
das nicht nur für sich. Wohl am wichtigsten ist
die Antwort auf die Frage: Zu welcher Rasse passe ich? Ein
Couch-Potato wird mit energiegeladenen Hütehund nicht glücklich. Und
wenn das Tier noch so schön ist. Woher bekomme
ich den Hund? Wenn sie nicht unbedingt einen Rassehund
möchten, sind sie gut beraten, sich zuerst einmal in den umliegenden
Tierheimen umzusehen. Hier gilt, finden Sie soviel wie möglich über den
ins Auge gefassten Schnuffi heraus und lernen Sie ihn kennen,
damit Sie keine böse Überraschung erleben. Einen Rassehund
kaufen sie bitte bei einem zugelassenen Züchter. Diese Leute sind
hundeverrückt im besten Sinne, halten sich an die strengen Regeln der
Zuchtvereine und werden regelmäßig kontrolliert. Zugelassene Züchter
aller Rassen finden sie beim Dachverband VDH, für Terrier ist der KfT
zuständig (siehe Linkliste). Und lassen
sie sich bitte von niemandem einreden, er bräuchte den VDH nicht. Er
hat recht, kein Mensch braucht den VDH, aber der Hund.
Ein gesunder, wesensfester Welpe aus einer liebevollen Hobbyzucht
kostet um die 1000 Euro. Ist der Hund deutlich billiger, ist garantiert
was faul. Ein seriöser Züchter wird ihnen bereitwillig all ihre Fragen
beantworten, Ihnen stolz seine Hunde und deren Reich zeigen, ihnen Einblick in die Papiere seiner Hunde gewähren und
sie umfassend beraten. Ist das nicht so, suchen sie sich bitte einen
anderen Züchter.
Warum überhaupt ein Hund mit Papieren? Die sind doch nur zum
Angeben. Falscher könnten Sie nicht liegen.
Um für einen Hund aus einem VDH-Verein eine Zuchtzulassung zu
bekommen, muss das Tier mehrfach auf Ausstellungen sehr gute
Bewertungen bekommen, tierärztlich überprüft
sein und einen Wesenstest bestehen. Zudem ist durch den VDH und die FCI ist eine
internationale Zuchtbasis gegeben und es gelten strenge
Zuchtordnungen, deren Einhaltung auch kontrolliert wird.
Leider darf in Deutschland jeder einen Verein gründen und seinen
Tieren Papiere ausstellen. Logisch, dass einige davon nicht die Tinte wert
sind, mit der sie gedruckt wurden. Also
gilt auch hier: informieren Sie sich und vergleichen Sie.
Der KfT hat etwa 10.000 Mitglieder, der VDH ist nationaler
Dachverband für rund 170 Vereine und die FCI ist mit mehr als 80
Mitgliedsländern der mit Abstand größte internationale kynologische Dachverband.
| Erziehung
Hunderziehung ist einfach. Seien sie liebevoll und
konsequent. Hunderziehung ist schwierig.
Seien sie liebevoll und
konsequent.
 Der Hund liebt
seine
Zweibeiner. Ehrlich und von ganzem Herzen. Er kann nicht anders, das
liegt in seinem Wesen. Vergessen sie das bitte nie.
Wenn ihr Schnuffi etwas richtig gemacht hat, belohnen sie ihn. Positive
Verstärkung funktioniert und bei Lob gibt es keine Überdosis. Macht er
etwas falsch, ignorieren sie es. Tut er etwas, was er nicht soll oder
schlägt über die Stränge, müssen sie ihm natürlich zu verstehen geben
können, dass sie das gerade nicht witzig finden.
Schläge funktionieren hier nicht. Ein geprügelter Hund lernt nur, Angst
vor seinem Menschen zu haben, nichts weiter.
Schauen sie sich lieber von der Hündin ab, wie die ihre Welpen erzieht.
Tanzen die ihr zu sehr auf dem Kopf herum, knurrt sie. Besonders
vorwitzige Racker werden auf den Rücken gedreht und so lange an der
Kehle gehalten, bis sie Ruhe geben. Etwas drastisch, aber es
funktioniert. Ach ja, und lassen sie sich vom
Züchter verraten, was der Schnauzgriff ist.
Umgekehrt müssen sie natürlich auch vom Hund lernen. Mimik, Ohrenspiel,
Körperhaltung und die Rute verraten ihnen eine Menge. Wenn sie diese
Signale verstehen, haben sie es leichter.
Alles andere ist ein Prozess. Es macht Spaß, lassen sie sich
darauf ein.
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die Pflege
Cairn Terrier sind nicht besonders pflegeintensiv. In der
Regel genügt es, den Hund einmal in der Woche durchzukämmen. Hierbei
nehmen sie die losen Haare aus dem Fell und es gibt kein Haarproblem in
der Wohnung.
 Zwei- oder dreimal im Jahr muss ihr
Cairn getrimmt werden. Trimmreif ist das Fell, wenn sich das Haar fast
ohne Widerstand herauszupfen lässt. Früher hat sich der Cairn bei der
Jagd im Unterholz und Dickicht sozusagen von selbst getrimmt, weil
loses Haar im Geäst hängen blieb. Dadurch entstand der sogenannte
"rolling coat", ein Deckhaar in verschiedenen Längen und Schichten, das
den Cairn wetterfest macht. Da heute kaum ein Cairn noch so lebt, muss
Mensch Hand anlegen. Lassen sie ihren Cairn
niemals scheren. Das verdirbt das Fell und kann zu Hautproblemen
führen. Baden sollten sie Ihren Hund nur, wenn
er verdreckt ist und das möglichst nur mit klarem Wasser. Shampoo
verwenden sie bitte nur, wenn es gar nicht anders geht.
Eine regelmäßige Kontrolle von Augen, Ohren, Gebiss, Krallen usw. ist
selbstverständlich. Gewöhnen sie Ihren Hund von klein auf daran. |
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