Anfangs
haben wir unsere Hunde konventionell gefüttert. Auf dem Speiseplan
stand eine Mischung aus eingeweichtem Trockenfutter und Nassfutter aus
der Dose, angereichert mit Hüttenkäse oder Joghurt und einem Schuss
guten Öls. Wir haben hochwertiges Futter aus deutscher Herstellung in
verschiedenen Geschmacksrichtungen eingekauft.
Unsere Hunde waren allerdings nicht immer von unseren Menues
begeistert. Mal wurde dieses oder jenes nicht gefressen, ab und zu
total verweigert und manchmal gab's ein Verdauungsproblem (das riecht
man dann, auch ohne feine Hundenase).
Besonders das Trockenfutter war zeitweise ein echtes Problem. Der
Inhalt der einen oder anderen Tüte wurde gar nicht angerührt. Also nach
2 oder 3 Tagen in die Tonne damit und etwas neues gekauft.
Weil das irgendwann nervt, haben wir uns nach Alternativen
umgesehen. Von kompetenter Seite wurde uns dann empfohlen, auf
Rohfütterung umzustellen. Anfangs waren wir skeptisch und haben uns
erst einmal schlau gemacht. Die (gar nicht so neue) Fütterungsmethode heißt
heutzutage B.A.R.F., aber schon in alten Büchern über Hundehaltung und -zucht
findet man Anleitungen und Empfehlungen zur Rohfütterung. Und wenn man sich
daran gewöhnt hat, ist barfen nicht aufwendiger und komplizierter als die
konventionelle Fütterung.
Was steht auf dem Speiseplan eines Fleischfressers? Rohes Fleisch.
Stimmt, aber nicht ganz. Kleine Beutetiere werden ganz, also mit Haut
und Haar verspeist. Und auch bei größerer Beute wird nicht nur das
Muskelfleisch abgepuhlt. Auch da geht's an die Knochen und Innereien.
Und was viele Leute nicht wissen, unsere Caniden sind Naschkatzen
(pardon -hunde), die sich zu gegebener Zeit auch Beeren und anderes
Obst zu Gemüte führen.
Beim barfen wird
versucht, diese natürliche Ernährungsweise so gut wie möglich
nachzuahmen. Auf dem Speiseplan stehen rohes Fleisch (kein
Schweinefleisch!) und rohe Knochen, Innereien (in Maßen), Fisch, rohes
Gemüse und Obst. Angereichert wird wie früher mit Hüttenkäse und Öl.
Die Futtermenge beträgt 2 - 3% vom Körpergewicht des Hundes, hat der
Schnuffi etwas zuviel auf den Rippen, vom Wunschgewicht. Das Futter besteht
zu 70% aus Fleisch und Knochen und zu 30% aus Obst und Gemüse. Das Fleisch
kaufen wir tiefgefroren beim Händler unseres Vertrauens. Bei uns gibt es vor
allem Geflügel und Rind, aber auch mal Innereien, Lamm und Fisch. Obst und
Gemüse wird nach Saison eingekauft oder kommt aus dem Garten. Hauptsächlich
füttern wir Karotten, Äpfel, Birnen, Fenchel, Staudensellerie und manchmal
auch etwas rote Beete und verschiedene Beeren.
Barfen ist übrigens nicht teurer als der Dosenmampf. Es wird
ein Teil rohes Obst und Gemüse zugefüttert und die Rationen sind kleiner, weil
der
Füllstoff Getreide wegfällt (kein Hund braucht Getreide). Blähungen
sind bei richtiger Gemüseauswahl Geschichte, es kommt weniger hinten
raus und es stinkt nicht. Außerdem waren unsere Hunde nie
besser im Fell.
Allerdings gibt es mittlerweile eine Menge Leute, die aus dem Barfen eine
Weltanschauung machen. Wir betrachten es einfach als eine Methode, unsere
Hunde gesund und artgerecht zu ernähren. Für uns heißt das - besser alles
roh füttern - und gut.
Wir haben unsere beiden Hunde von einem Tag auf den anderen voll umgestellt
und damit keine Probleme gehabt. Außerdem hat es seitdem nie wieder einen
Fall von Futtermäkelei gegeben. Mehr Infos gibt es über unsere
Link-Seite. Sollten sie Fragen haben, schicken sie uns eine E-Mail. Wir
antworten gern.
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